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Donnerstag, 29. Juni 2017

Goblinhorde bedroht brave Bürger - Miliz schreitet umgehend ein!



Zu einem äußerst bedrohlichen Zwischenfall kam es vorige Woche nahe des Dorfes Ackerstetten in der Ostmark Conventien. Ein völlig erschöpfter Bote aus dem Dorf brachte die Kunde von einer gefährlich aussehenden Bande fremdländischer Kreaturen nach Kornburg, die in der Umgebung von Ackerstätten aufgetaucht sei und die dortige Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen würde.
Unsere Obrigkeit reagierte sofort, noch am gleichen Tage brachen zwei Banner der Miliz unter der Führung des Kommandanten Fenndrakon zu Falkenhaag persönlich in Richtung Ackerstetten auf, um den bedrohten Dorfbewohnern beizustehen. Natürlich reagierte auch der Herausgeber dieser Gazette und schickte einen Berichterstatter des „Volkesmundes“ mit, damit wir euch aus erster Hand informieren können.

In Ackerstetten angekommen, musste die Miliz nicht lange suchen, um die Unruhestifter zu finden. Mitten auf dem Dorfplatz randalierten die bedrohlichen Wesen, die sich selbst als Suulak bezeichneten, in den Mittellanden aber eher als Goblins bekannt sind. Da die Goblins mit Messern, Knüppeln und ähnlichem bis an die Zähne bewaffnet waren, schien eine gewaltsame Auseinandersetzung mit der Miliz fast unausweichlich. Um ein Blutbad zu vermeiden, bot der Herr zu Falkenhaag dem Anführer der Goblins einen Zweikampf an. Nach langem Zetern und Diskutieren und erst nach der Drohung, dass sie sonst bis auf den letzten Mann niedergemacht werden würden, ließen sich die Goblins darauf ein.
Unser Berichterstatter kommt nicht umhin, die ritterliche Gesinnung unseres Milizkommandanten zu preisen, der sich persönlich dem Anführer der Suulak stellte. Nur mit leichter Rüstung sowie Schwert und Schild bewaffnet, trat Herr Fenndrakon dem Obergoblin entgegen. Dieser, ein gut 1,6 Schritt groß gewachsener, am ganzen Körper mit rötlichem Pelze bewachsener Krieger, bot mit seinem ledernen Lendenschurz und dem Langmesser einen höchst bedrohlichen Anblick. Einige der jungen Mädchen des Dorfes, die natürlich alle den Milizkommandanten anfeuerten, fielen gar in Ohnmacht vor Schreck, oder in Sorge um den Herrn Fenndrakon.
Doch wir alle wissen um die kämpferischen Fähigkeiten des Milizkommandanten, die auch der bedrohliche Goblinkrieger schmerzlich kennenlernen musste. Nach einem fast zweiminütigen heftigen Schlagabtausch ließ der Goblin seine Waffe fallen, warf sich vor Herrn Fenndrakon auf den Boden und flehte um Gnade. Diese wurde ihm auch gewährt, gegen die Zusage, mitsamt seiner Horde auf schnellstem Wege und ohne weiteres Aufhebens unsere schöne Grafschaft zu verlassen. Diese Zusage hielten die Goblins auch ein, die sich begleitet von einem Banner der Miliz umgehend auf zur Landesgrenze machten. Wie wir erfahren haben, gab es bis zur Provinzgrenze keine weiteren Zwischenfälle.

Während des Marsches zur Grenze hatte unser Berichterstatter allerdings noch Gelegenheit, sich mit den Goblins zu unterhalten und erfuhr dabei erstaunliches. Die Goblins beteuerten einmütig, sie hätten nie vorgehabt, Ärger zu machen oder Leute zu erschrecken. Eigentlich seien sie den weiten Weg aus Festum gekommen, weil sie auf der Suche nach einem gewissen Jasper seien, in Festum auch bekannt als „Jasper Tunichtgut“. Dieser schulde ihnen eine stattliche Summe Geld. Auf Nachfrage erklärten sie unserem erstaunten Mitarbeiter, bewusster Jasper hätte sie damit beauftragt, eine größere Menge Elfenohren aus Holz zu schnitzen, die er Elfen als Schmuckohren oder Ohrprothesen verkaufen wolle. Nachdem der Verkauf aber wohl sehr schleppend bis gar nicht angelaufen sei, hätten sie nach einer ersten Anzahlung kein Geld mehr für ihre Arbeit gesehen. Nach anfänglichen Ausreden habe sich dieser Jasper dann aus dem Staub gemacht und sie auf den unverkäuflichen Holzohren sitzen lassen. Die Goblins betonten, sie seien eigentlich friedliebende Gesellen, schilderten aber unserem Mitarbeiter in sehr blumigen Worten, was sie mit diesem Jasper anstellen würden, wenn sie ihn in die Finger bekämen.

Wie dem auch sei, in Ackerstetten wurde die Vertreibung der Goblinhorde ordentlich gefeiert. Auch beim Freibier in der Taverne soll sich übrigens unser Milizkommandant als wahrer Held gezeigt haben, im Kampfe gegen das örtliche Weizenbier. Der überglückliche Dorfvorsteher sagte uns: „Zuerst hatten wir alle Angst, als diese abscheulichen Rotpelze hier auftauchten. Aber so schnell wie die Miliz eingegriffen hat, vorbildlich! Dem hohen Herrn Graf gebührt unser aller Dank, dass er so schnell Hilfe geschickt hat.“ Eine Schankmaid in der Taverne pflichtet sofort bei und ergänzt „Ja, aber wirklich! Ich versteh nicht, wieso man andernorts wie in Luxburg nicht mit Echsenwesen, Schlangen und Kröten fertig wird, die sollten einfach mal schauen, wie man hierzulande sogar mit gefährlichen Goblins verfährt!“.

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