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Donnerstag, 13. April 2017

Grafschaft in finanziellen Nöten?

Mit großer Sorge lauschen wir vom Volkesmund in den letzten Tagen und Wochen den Gesprächen der Bauern, Handwerker und Händler in unserer schönen Grafschaft.
Gerade erst haben wir uns von dem langen Winter einigermaßen erholt, (der Volkesmund berichtete) da mehren sich die Gerüchte, dass sich die Schatzkammern des Grafen bedenklich leeren würden.

Angeblich soll man bereits in der vergangenen Winterzeit den Kutscher unserer Landesherrn dabei beobachtet haben, wir er eine alte Kutsche zu Feuerholz verarbeitet hätte. Vielen nehmen dies als Indiz, dass sich das Grafenhaus selbst kein Feuerholz mehr leisten konnte. Wir vom Volkesmund fühlten uns sofort an die Geschehnisse aus dem vergangenen Jahr erinnert, als solcherlei Sparmaßnahmen unserem Herrn Grafen beinahe das Leben kosteten (der Volkesmund berichtete).
Auch hörten wir vom Volkesmund besonders vom Weibsvolk der Grafschaft, dass man unsere Frau Gräfin in letzte Zeit wiederholt mit gleichem Gewande bei offiziellen Anlässen gesehen haben will.
Des weiteren soll Herr zur Mühlen, der geschätzte Amtsmann des Grafen, immer ein sehr ernstes Gesicht aufsetzen, so der in der Öffentlichkeit zu sehen ist. Ja, in manchen Kaschemen der Grafschaft erzählt man sich gar, man hätte beobachtet wie im gräflichen Sitz beim abendliche Mahl zum berüchtigten Nordosthang gegriffen wurde. Als sei dies nicht haarsträubend genug, haben wir vom Volkesmund erfahren, das man dem Herrn Grafen angeblich angeboten haben soll seinen Zögling, Neira Ringsdorf, gegen einen nicht geringen Betrag zu verschachern.
Wir vom Volkesmund sind uns selbstverständlich sicher, dass unser geschätzter Herr Graf selbst in ärgster Not niemals zum Nordosthang greifen, geschweige denn die allseits beliebte Neira Ringsdorf verkaufen würde.

Ebenso zahlreich wie die angeblichen Anzeichen für die finanziellen Probleme der Grafschaft sind die vermutetet Gründe für den übermäßigen Schwund der gräflichen Münzen. Wir vom Volkesmund halten die Auswirkungen des langen Winters zwar für die wahrscheinlichste Erklärung, aber in den Straßen der Grafschaft werden noch etliche andere Vermutungen gehandelt:
So sei der Herr Graf bei diversen Feierlichkeiten zu spendabel gewesen. Oder seine Reisen ins gefährliche Ausland hätten zu viele Kosten verursacht. Andere sprachen von den zusätzlichen Pflichten durch den Posten als Statthalter im fernen Lithanis.

Wir vom Volkesmund können diese zahlreichen Gerüchte derzeit weder widerlegen noch bestätigen. Mit Sicherheit können wir nur sagen, dass wir vollstes Vertrauen in unseren geschätzten Landesherrn uns seinen Amtsmann haben. Sollten sich die Gerüchte wider erwarten bewahrheiten, wird der findige Herr zur Mühlen sicherlich eine schnelle und pragmatische Lösung finden.

In diesem Sinne möchten wir unsere Leser darum bitten, sich nicht vom Geschwätz auf der Straße beunruhigen zu lassen. Vertrauen wir statt dessen weiterhin auf unseren Herrn Grafen

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