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Mittwoch, 15. Juni 2016

Leserbrief von Walther Eckehard

Geschätzter Herr Ährenfeld,

über die letzte Ausgabe des „Volkesmund“ muss ich meinen Unmut mitteilen. Dabei bin ich normal ein wirklicher treuer Leser des „Volkesmund“ und finde deine Zeitung wirklich gut. Auch meine Frau lobt die Berichte immer sehr. Wir erfahren so was in der weiten Welt passiert, aus zuverlässiger Hand oder besser gesagt Feder. Woher hast du nur immer diese spannenden Beiträge? Immer sachlich und gut informiert. Auch wenn es manchmal etwas gruselig ist. Meine Frau bedauert die armen Leute in Luxburg sehr, soll ich dir mitteilen. Da soll unser guter hochwohlgeborener Herr Graf doch mal den Herrn Fenndrakon und die Miliz hinschicken, damit die den Echsen und Menschenopferern mal zeigen, wie man hierzulande mit solchem Gesocks umgeht. So sagt meine Frau und damit hat sie recht. Aber vielleicht bekommt der Herr von Belhanka das auch alleine hin?

Aber jetzt wegen des Unmutes, warum ich schreibe. Du hast so eine ordentliche und gute Zeitung, da will doch keiner so Sachen sehen wie diese Auflistung oder Berichte von den Schmutzheften aus dieser Heftreihe „Jasper von Hinten“. Meine Frau ist auch jedes Mal ganz außer sich, wenn sie wieder etwas darüber in deiner Zeitung liest, soll ich dir ausrichten. So ein Schund, sagt sie dann immer und regt sich richtig auf, weil das nur die Mägde und Knechte auf dumme Gedanken bringen würde. Letztens hat sie mir sogar die neue Ausgabe des „Volkesmund“ weggenommen und in den Kamin geworden, noch bevor ich mir merken konnte, wo man die Lösung für den Wettbewerb mit den Igors hin senden kann. Nur weil da wieder Werbung drin war für die ganzen Hefte vom „Jasper van Hinten“ und dass man die Igors in den Heften zählen könne um ein Abonnement der „Jasper van Hinten“ Hefte zu kriegen. Also nicht das ich die Lösung wüsste weil ich so einen Schund doch nicht lese. Könnte aber doch sein, dass Marion (unsere Magd) vielleicht mal eine Ausgabe auf dem Abort liegen lässt und ich rein zufällig noch bevor ich wegschauen kann sehe, wie viele Igors im Heft drin sind. Falls das passieren würde, wo könnte ich dann die Lösung melden? Und wäre eine Zustellung der Hefte dann in den hohlen Eichenstamm am Ortseingang von Fichtenbrunn möglich?

Aber geschätzter Herr Ährenfeld, ansonsten leistet ihr im Kutschbock Verlag gute Arbeit. Das sagt auch meine Frau!

Viele gute Wünsche aus Fichtenbrunn
Walther Eckehard

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Werter Herr Eckehard,

es freut mich, dass ich Euch und Eurer Gemahlin mit meiner unbedeutenden Zeitung die Welt und was dort geschieht näherbringen kann.
Auch ich selbst bin regelmäßig schockiert über die Zustände in den Ländern, jenseits des Einflussbereichs unseres Herrn Grafen. Wir können uns wahrlich glücklich schätzen, in einem so ruhigen Teil der Welt zu leben. Aber auch wir haben unsere Schandflecke, und sei es nur dieses Schundblatt, dass Ihr und Euer Eheweib zu recht verurteilt. Doch gerade diese dunklen Seiten müssen ans Licht gebracht werden. Und da ich, als Herausgeber des Volkesmunds, eben dies als meine oberste Pflicht ansehe, werde wir wohl auch weiterhin über diese schändlichen Hefte berichten müssen. Ich hoffe, Ihr und Eure Frau könnt mir dies verzeihen und bleibt dem Volkesmund dennoch als Leser erhalten.

Und sollten Eure Knechte und Mägde tatsächlich meinen alle Igors gefunden zu haben, so richtet Ihnen aus, die können die Lösungen direkt im Verlagshaus des Volkesmunds hinterlegen. Wir werde sie dann weiterleiten. Allerdings müssten sie sich wohl einen anderen Ort für die Zustellung ersinnen. Ich fürchte der Eichenstamm wurde bereits von einem anderen Igor-Jäger als Ablageort angegeben.

Euer ergebener Diener
Bastian Ährenfeld

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