Wie wir aus
gut unterrichteten Kreisen erfahren haben, wurde vor einigen Wochen ein Wagenkonvoi
in Kornburg zusammengestellt, voll beladen mit Getreide. Die Ochsenkarren
wurden dann nach Kluhafen gebracht, wo ihre Ladung auf ein Schiff verladen
wurde. Unsere Quellen haben uns weiter berichtet, dass das Ziel des Schiffes die
Insel Eire im Westmeer gewesen sein soll. Initiator der Lieferung soll der gräfliche Hof
zu Kornburg gewesen sein.
Wir erinnern uns, dass es vor ungefähr sieben Jahresläufen bereits schon einmal
eine größere Lieferung im Auftrage des Grafen von Montargon-Drachenfurt dorthin
gegeben haben soll (der Volkesmund berichtete). Ob das Getreide wie seinerzeit
auch wieder zu der Siedlung Keallifane weiter transportiert wird, konnten wir
nicht in Erfahrung bringen.
Allerdings
sorgte das Bekanntwerden der Lieferung diesmal wohl für eine gewisse Unruhe
sowohl in Händlerkreisen, als auch im Kornburger Rat. Denn es handelte sich bei
dem Getreide angesichts der Jahreszeit nicht um frisch geerntetes Korn, sondern
um Getreide aus den Winter- und Saatgutspeichern. Der Grund der Besorgnis: Wenn
nun aus dieser Reserve zu viel entnommen wurde, wird das unweigerlich zu
Preisanstiegen oder gar einer Knappheit an Saatgut führen.
Die Entwarnung durch die gräfliche Verwaltung zu Kornburg folgte aber auf dem
Fuße: Selbstverständlich werde es keine Knappheit geben. Zum einen sei der
Winter so gut wie vorbei und zum anderen lagere noch mehr als genug Getreide
für die neue Aussaat.