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Samstag, 30. Mai 2026

Kirson spaltet sich von Etraklin ab

Beunruhigende Neuigkeiten erreichen uns aus dem im Herzen der Mittellande gelegenen Reich Etraklin. In der dortigen Provinz Kirson kommt es seit einigen Wochen zu Kampfhandlungen. Dem Vernehmen nach sollen sogar Bürger oder Truppen des Torog Nai beteiligt sein.
Bekanntermaßen sind die Beziehungen zwischen Etraklin und Torog Nai schon seit jeher angespannt und es kommt immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Auch innerhalb Etraklins ist die Provinz Kirson umkämpft, seit dort vor längerer Zeit Vampire die Macht ergriffen haben.
Also eine schwer zu durchschauende Gemengelage mit reichlich Konfliktpotential.

Drastisch verschärft wurde die ohnehin angespannte Situation durch die Anwesenheit einer im Torog Nai gesuchten machtvollen Vampirin, die in Kirson ein mächtiges Artefakt, den sogenannten Mondstein, in ihren Besitz bringen wollte.

Die etraklinische Obrigheit entsandte daraufhin eine Expedition, der sich auch zahlreiche Ausländer anschlossen, um die Vampirin zur Strecke zu bringen. Wie bei solchen Expeditionen üblich, hatten sich auch etliche fanatisch-religiöse Streiter angeschlossen.
Die finstere Vampirin hatte allerdings zahlreiche Kirsoner Einheimische und Truppen unter ihre Kontrolle gebracht und erwies sich als hartnäckige Gegnerin. Verschärft wurde die Situation noch dadurch, dass der Expeditionsleiter Erland von Lichtenwehr kurz nach Eintreffen der Truppe in Kirson getötet wurde und nunmehr eine effektive Führung fehlte.
Zu guter Letzt konnten die Pläne der Vampirin nur durch das Eintreffen weiterer etrakliner Verstärkungen durchkreuzt werden. Dabei konnte auch verhindert werden, dass der Mondstein in die Hände der Vampirin fiel. Allerdings gelang es nicht, die Vampirin dingfest zu machen. Diese konnte sich relativ geordnet zurückziehen, eine Verfolgung gab es wohl nicht.

Diese Vorkommnisse brachten wohl aus Kirsoner Sicht das Fass zum Überlaufen und die Machthaber der Provinz (wohlgemerkt auch Vampire) erklärten nun formal ihre Unabhängigkeit vom Etrakliner Reich. De facto wurde damit nur der ohnehin bestehende Zustand offiziell gemacht, denn nach Aussage von Landeskennern bestand schon seit langem keine Kontrolle der etrakliner Krone mehr über die abtrünnige Provinz.
Nunmehr bleibt abzuwarten, wie Etraklin auf diesen erneuten Affront aus Kirson reagiert. Friede dürfte wohl so bald nicht einkehren.

Nun ist man zwar augenscheinlich noch weit von sogenannten „Luxburger Zuständen“ entfernt (dazu fehlen noch ein paar mitmischende Kultisten, Echsen und Nekromanten), aber dennoch ist die einfache Bevölkerung dieses Landstrichs sicherlich nicht zu beneiden.
Um nun aber eventuell beunruhigte ravernische Bürger wieder ein wenig zu beruhigen: eine akute Gefahr für unser Reich geht von diesen Ereignissen nicht aus, dazu liegt Etraklin weit genug in östlicher Richtung entfernt von der Westmeerküste. Und dazwischen liegen auch noch wehrhafte Länder wie Galladoorn, Vallconnan, Westmynd und einige mehr.
Dennoch sollte dies uns allen noch einmal eine Mahnung sein, wie glücklich wir uns hierzulande schätzen können, dass unter der weisen Führung von König und Herzögen schon so lange Friede herrscht.