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Montag, 4. November 2019

Reisebericht aus Alba

Wie der Volkesmund berichtete war unser Herr Graf kürzlich zu Besuch in Alba, wo er zur Eröffnung einer Gaststätte geladen war.
Wir vom Volkesmund hatten die Ehre die gräfliche Gesellschaft begleiten zu dürfen, und freuen uns nun darüber unseren werten Lesern von dieser Reise berichten zu können.
Zunächst einmal möchten wir darauf hinweisen, dass wir bewusst darauf verzichten in diesem Bericht Namen unserer Gastgeber zu nennen.
Wie wir gelernt haben, sehen es zumindest einige Kelten gar nicht gerne, wenn ihr Name niedergeschrieben wird. Natürlich sind wir vom Volkesmund gerne bereit diesen Wunsch zu respektieren.

Zu unserer Freude konnten wir schnell feststellen dass vieles von dem was wir über die Kelten zu glauben wissen schlichtweg falsch, veraltet oder zumindest stark übertrieben scheint. So wurden wir von unserer Gastgeberin zum Beispiel schnell belehrt, dass es weder üblich sei aus Schädeln erschlagener Feinde zu trinken noch besiegte Gegner zu versklaven. Zwar wurde uns von anderen Gästen des neu eröffneten Wirtshauses im späteren Verlauf doch auch wieder von Sklaven und Schädelschalen erzählt, selbst erlebt haben wir aber nichts dergleichen.
Die größte Gefahr der wir uns stellen mussten war wohl zum einen eine marodierende Armee von keltischen Kindern (der sich auch mein eigener Sohn anschloss) und zum anderen der nicht abreisenden Strom an starken, alkoholischen Getränken die immer wieder herumgereicht wurden.
Dennoch sei jeder Reisende davor gewarnt Fahrten nach Eire, Alba odere in andere Länder der Kelten zu leicht zu nehmen. Keine Untertreibung war es sicherlich, dass die Stämme der Kelten durchaus ein kriegerisches Völkchen sind. Kaum ein Mann, Weibsbild oder Kind das nicht zumindest einen Sax bei sich führt. Und das selbst beim vermeintlich sicheren Besuch in der Taverne. Auch zweifeln wir keinen Augenblick daran, dass ein jeder von ihnen seine Waffe auch zu nutzen versteht.
Steht man aber unter dem Gastrecht der Kelten, das ihnen regelrecht heilig zu sein schien, hat man wohl wenig zu befürchten. Zumindest so lange man sich an die Sitten und Bräuche des Landes hält.

Eben diese Sitten und Bräuche scheinen uns vom Volkesmund denn aber mindestens so zahlreich zu sein, wie es keltische Stämme geben mag.
Daher fällt es uns auch schwer in diesen wenigen Zeilen unseren Lesern ein klareres Bild "des Kelten" zu vermitteln.

So haben wir, wie bereits Eingangs erwähnt, beispielsweise erfahren, dass eben nicht aus Schädeln getrunken wird, außer vielleicht bei den Fianna, und wenn man die Schädelschalen außen vor lässt.
Dafür werden aber sehr wohl die Köpfe von würdigen Gegnern gesammelt und über der Türe angenagelt, außer natürlich bei den Kelten die so etwas nie tun würden.
Auch bezüglich der Versklavung ganzer Dörfer war man sich einig, dass dies sicher nicht passieren würde. Sei es nun weil man Sklaverei schlichtweg verachtet, oder aber weil so viele Sklaven im Unterhalt einfach viel zu teuer wären.Außerdem sei das Reisen in Alba vollkommen ungefährlich, außer natürlich für Fremde die nirgends Gastrecht genießen, oder wenn man versehentlich durch ein Portal in die Anderswelt gelangt.

Mit Sicherheit können wir vom Volkesmund aber sagen, dass sich wohl während der gesamten Reise niemand aus der gräflichen Gesellschaft ernsthaft bedroht fühlte.
Ich jedenfalls würde mich freuen, wenn sich wieder einmal eine Gelegenheit finden würde die Heimat der Kelten zu bereisen.

So fern es meine Zeit zu lässt, werde ich versuchen in den nächsten Tagen noch weitere Berichte zu einzelnen Aspekten der Reise folgen zu lassen.

Gez. Bastian Ährenfeld

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